Historie

Die Meilensteine in der Geschichte der AG "EMS"

In über 175 Jahren Aktien-Gesellschaft "EMS" gibt es einiges zu berichten. Vom Kauf des ersten hölzernen Raddampfers über die erste kombinierte Auto- und Personenfähre bis hin zu Hightech-Katamaranen meisterte die AG "EMS" gute wie auch weniger gute Zeiten.

 

  • Am 9. Februar werden bereits 12.000 Taler Aktien gezeichnet, und es gründet sich die Ems-Dampfschiffahrts-Gesellschaft Concordia.
    Die neue Gesellschaft entwickelt einen privaten Fährverkehr zwischen Emden - Delfzijl und Emden - Leer sowie gelegentliche Fahrten nach Norderney (Staatsbad seit 1869). Von Fahrten nach Borkum ist noch nicht die Rede.

  • kauft die Concordia einen gebrauchten hölzernen Raddampfer von knapp 30 m Länge mit einer Maschinenleistung von 35 PS und einer Zuladung von 44 Tonnen. 8 Mann Besatzung sind auf der  "Kronprinzessin Marie" erforderlich.
    Ermutigt durch den Erfolg, wird bei einer Amsterdamer Werft ein neues Schiff bestellt, das 1846 wiederum als "Kronprinzessin Marie" in Dienst gestellt wird. Der alte Dampfer wird in "Emsstrom" umbenannt.

  • In Leer regt sich Konkurrenz: mit niederländischer Beteiligung wird die "Leer-Delfzijler Ems-Dampfschiffahrts-Gesellschaft" gegründet, die ebenfalls einen Linienverkehr auf der Ems zwischen Leer und Delfzijl aufnimmt und gelegentlich Fahrten nach Norderney unternimmt. Die Leeraner Gesellschaft nimmt dafür im Herbst 1845 den fabrikneuen Dampfer "Erbprinz Ernst-August" in Dienst.

  • Die erste Lustfahrt (Tagesausflugsfahrt) nach Borkum findet zu Pfingsten statt. Bis Ende August wirft die "Kronprinzessin Marie" zehnmal vor Borkum Anker.

  • Beide Reedereien stellen nach anfänglichen Streitereien um die Verkehrsrechte einen gemeinsamen Fahrplan für die Linienfahrten auf der Ems auf und führen einen einheitlichen Tarif ein.

  • Die Leeraner Konkurrenz bringt die Emder Concordia in finanzielle Schwierigkeiten, so dass diese vor der Zahlungsunfähigkeit stehen. Mit neuem Kapital wird eine neue "Dampfschiffahrts-Gesellschaft Concordia" gegründet, die die Schiffe der alten Reederei übernimmt.

  • Die neue "Concordia" veranstaltet zwei Lustfahrten in der Saison.

  • Das "herrschaftliche" Segelschiff bietet einen regelmäßigen Fahrplan im Fünf-Tage-Rhythmus , der sich nun von Greetsiel nach Emden verlagert.

  • Die letzte Lücke zwischen Rheine und Emden wird durch die Hannoversche Westbahn geschlossen, was einen Rückgang der Verbindung von Leer nach Emden nach sich zieht. Neue Bedeutung erlangt dagegen die Verbindung zu den Nordseeinseln.

  • Im Borkumverkehr wird erstmals ein gemeinsamer Fahrplan für das amtliche Fährschiff und die Dampfer aus Emden und Leer herausgegeben. Die Concordia stößt die alte "Emsstrom" ab.

  • Die "Concordia" wird von einer Aktien-Gesellschaft in eine sogenannte Partenreederei umstrukturiert, wobei mehrere Privatleute nun die Anteile an dem Dampfer "Kronprinzessin Marie" halten.

  • Es wird ein neuer Raddampfer unter dem Namen "Wilhelm I" in Dienst gestellt, der die Attraktivität der Verbindung über Leer und Emden steigern soll, da der Norddeutsche Lloyd mit einer Linie von Geestemünde nach Norderney und Borkum in Konkurrenz trat.

  • Die Bäderschiffahrt wird immer lukrativer, so dass sich erneut Konkurrenz in Emden niederläßt. Senator Carl Dantziger betreibt nun mit seinem Dampfer "Norderney" ebenfalls eine Fährlinie zu den Inseln. Darüber hinaus versucht der Norddeutsche Lloyd eine Linie zu etablieren, die jedoch nach einer Saison wieder aufgegeben wird.

  • Erneut rührt sich Konkurrenz in Form der Bremer Firma Rocholl, die eine Linie ab Leer einrichtet und dafür den neu erbauten Raddampfer "Victoria" einsetzt. Dieser ist den anderen Schiffen in Komfort und Schnelligkeit weit überlegen, so dass der Erfolg nicht lange auf sich warten läßt. War ursprünglich hauptsächlich Norderney das Ziel, so verschiebt sich mit Eröffnung der Küstenbahn Emden - Norden - Esens - Jever das Interesse zugunsten Borkums.

  • Mit der "Leda" stellt  Firma Rocholl ein zweites Schiff in Dienst.

  • Die Leer-Delfzijler Dampfschiffahrts-Gesellschaft geht in Konkurs, da sie mit der alten "Kronprinz" den Standard nicht halten kann. Das Schiff wird abgewrackt.

  • Mit "Augusta" wird von einer neuen Partenreederei, der "Leerer Dampfschiffahrts-Gesellschaft", ein noch größeres und leistungsfähigeres Schiff in Dienst gestellt, da Geschäftsleute aus Leer den Bremern die Linie nicht kampflos überlassen wollten.

  • Die bisherige Partenreederei "Concordia" wird in die "Emder Dampfschiffahrtsgesellschaft AG" umgewandelt und konzentriert sich ganz auf den Borkumverkehr.

  • Inbetriebnahme der Borkumer Inselbahn. Die Reedereien aus Leer und Emden gründen eine Fahrplan- und Tarifgemeinschaft unter dem Namen "Vereinigte Leer-Emder Dampfschiffahrts-Gesellschaft". Mit Ablauf der Saison zieht sich dann die Bremer Reederei aus dem Borkumdienst zurück.

  • Der neue Anleger und die anschließende Inselbahn führen zu einer Steigerung der Gästezahlen, so dass die Emder Reedereien gefordert sind, ihren Schiffspark zu modernisieren. Am 02. September gründet sich eine neue Aktien-Gesellschaft "Ems". Zur Finanzierung eines neuen Schiffes werden 110 Aktien zu je 1000,-- Mark ausgegeben, so daß ein Grundkapital von 110,000,-- Mark bereit gestellt werden kann. Die Dampfer der "Emder Dampfschiffahrts-Gesellschaft" und der "Partenreederei Concordia" werden übernommen und die Firmen aufgelöst, was einer Fusion gleichkommt. Ein drittes Segelschiff kommt hinzu.

  • Der Raddampfer "Borkum" nimmt den Liniendienst zur Insel Borkum auf. Es beginnt ein erbitterter Wettbewerb mit der "Leerer Dampfschiffahrts-Gesellschaft".

  • Ein neuer Dampfer namens "Victoria" wird in Dienst gestellt. Darauf reagiert die AG Ems mit der Beschaffung des Schnelldampfers "Emden". Während der Badesaison bietet die Reederei in den kommenden Jahren täglich drei Verbindungen vom Festland zur Insel Borkum. Der Erbauer der Borkumer Kleinbahn und Inhaber der Firma Habich & Goth bringt sich mit einem Postdampfer und einer Dampfjacht ganzjährig in den Linienverkehr ein.

  • Rege Bautätigkeit auf Borkum läßt den Frachtverkehr stark ansteigen, so dass ein zweites Segelschiff für den Ganzjahresbetrieb in Dienst gestellt wird.

  • Franz Habich ersetzt die Dampfjacht "Varina" durch einen Doppelschrauben-Dampfer, was wiederum einen heftigen Konkurrenzkampf unter den Reedereien auslöst.

  • Den beiden Reedereien vom Festland gelingt es, die Habich & Goth Dampfer zu chartern und in eigener Regie zu betreiben.

  • Zum 1. Juni vereinigen sich die AG Ems und die "Leerer Dampfschiffahrts Gesellschaft" zu einer neuen Gesellschaft unter dem Namen AG Ems mit Sitz in Emden. Diese Fusion wird bereits in der Bauphase des neuen Emder Außenhafens beschlossen, der mit dem Bau des Dortmund-Ems-Kanals angelegt wird.

  • Die Abfahrtsstelle der AG Ems wird nunmehr vom Ratsdelft zum Borkumkai verlegt. Dieses bringt enorme Zeitvorteile, da die Sperrung der Brücken oftmals stundenlange Wartezeiten nach sich zieht und somit die Schiffe aus Leer teils schneller die Insel erreichen. Gleichzeitig werden die Kurswagen der Inselzüge nun direkt bis zum Borkumkai geführt, was eine stark sinkende Nachfrage der Leer-Borkum-Verbindung mit sich bringt und die dann alsbald aufgegeben wird.

  • In Emden wird die "Borkumer Kleinbahn und Dampschiffahrt Aktiengesellschaft" gegründet, deren Hauptaktionär die AG Ems ist.

  • Der Raddampfer "Westfalen" wird in Dienst gestellt und damit eine Fährlinie Borkum-Delfzijl eingeführt.

  • Mit der Indienststellung des Schraubendampfers "Prinz Heinrich" verfügen die beiden Gesellschaften über ein Platzangebot für rund 3.500 Personen (zum Vergleich: 1975 sind es 5.450 und heute 4.624).

  • Der heiße Sommer bringt weit über 100.000 Passagiere, welches den vorläufigen Höhepunkt der Beförderungszahlen darstellt (zum Vergleich: 1888 sind es 5.600). Im ersten Weltkrieg kommt der Badebetrieb völlig zum Erliegen. Die Schiffe der AG Ems liegen auf und die Borkumer Kleinbahn befördert ausschließlich für militärisches Zwecke.

  • Die Borkumer Kleinbahn ist gezwungen, ihren Dampfer "Dr. von Stephan" an die Marine zu veräußern.

  • Auch die "Emden" der AG Ems wird verkauft. Der Währungsschnitt läßt den Verkehr nach Borkum wieder ansteigen.

  • Die AG Ems bestellt einen neuen Salondampfer.

  • Die "Rheinland" wird in Dienst gestellt und ist mit 800 Personen Kapazität und einer Maschinenleistung von 800 PS bis dahin das größte und leistungsstärkste Schiff der Reederei.

  • Durch die Weltwirtschaftskrise erlebt die Zahl der Sommergäste wiederum einen starken Rückgang, was die AG Ems zum Verkauf der "Augusta" bewegt.

  • Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges werden die Schiffe der AG Ems beschlagnahmt.

  • Die "Rheinland" wird kurzfristig aus ihrem Dienst als Hilfskreuzer entlassen und an die Borkumer Kleinbahn verchartert.

  • Die beiden Raddampfer "Victoria" und "Westfalen" werden von der Kriegsmarine vor der Kanalküste eingesetzt und dort im Juni 1944 versenkt.

  • Nachdem die "Rheinland" kurz vor Kriegsende erneut beschlagnahmt wird, kommt sie relativ unversehrt wieder in den Borkumverkehr.

  • Der sommerliche Badeverkehr setzt wieder ein.

  • Die Papenburger Meyer-Werft liefert das erste Motorschiff - die "Westfalen" - an die AG Ems. Die Baukosten von rund 500.000 DM werden teilweise durch private Darlehen aufgebracht.

  • Die Borkumer Kleinbahn verkauft ihr verbliebenes Schiff "Prinz Heinrich"  an die AG Ems  und betätigt sich nur noch als Bahnunternehmen.

  • Der Neubau "Ostfriesland" wird angeschafft und stellt mit 1.740 PS und 950 zugelassenen Passagieren das größte und schnellste Schiff der Flotte dar.

  • Durch den Bau von 100 Kleincontainern in der reedereieigenen Werkstatt und die Anschaffung mehrerer Mobilkräne revolutioniert die AG Ems den Güterverkehr. Statt wie bisher die Güter über Rutschen in die Laderäume zu befördern, werden diese nun im Containerverkehr per Kran verladen.

  • Die Schiffe "Hannover" und "Westfalen" werden durch den Neubau "Münsterland" ersetzt, die baugleich mit dem Schwesterschiff "Ostfriesland" ist.

  • Aufgrund der Motorisierung der Bevölkerung erlebt der Borkumverkehr einen Wettbewerbsnachteil gegenüber den anderen ostfriesischen Inseln. Die AG Ems kauft daher die "Emsland", um eine schnellere Anbindung zur Insel herzustellen. Es zeigt sich jedoch, dass das kleine Motorschiff nur schwer in den Fährdienst zu integrieren ist, da es lediglich 250 Passagiere aufnehmen kann.

  • Die erste kombinierte Auto- und Personenfähre "Rheinland II" wird in Dienst gestellt. Neben 1.000 Passagieren finden 50 PKW bzw. 35 PKW und 4 LKW auf der Fähre Platz. Dieses bringt eine völlige Umstrukturierung des Borkumverkehrs mit sich, da insbesondere der Frachtverkehr durch die Einführung des "Roll on - Roll off" erheblich erleichtert wird.

  • Die einzige Autofähre wird quasi überrollt und so gibt die Reederei eine zweite Autofähre mit doppelter LKW-Ladefläche in Auftrag.

  • Zur Sommersaison nimmt die Autofähre "Ostfriesland II" ihren Dienst auf.

  • Eine dritte Autofähre wird mit Namen "Westfalen III" angeschafft.

  • Die AG Ems gründet im niederländischen Eemshaven eine Niederlassung, die zunächst lediglich Ausflugsverkehr abwickelt.

  • Nachdem alle älteren Schiffe verkauft oder abgewrackt sind, wird "Rheinland II" durch einen Neuzugang "Rheinland III" ersetzt. Damit sind alle verbliebenen Autofähren gleicher Bauart.

  • Im Eemshaven wird eine neue Passagieranlage installiert und damit der Personenverkehr mit sogenannten "Butterfahrten" eröffnet.

  • Die Reederei erschließt sich eine Fährverbindung von Eemshaven nach Esbjerg in Dänemark. Durch nationale Konzessionen wird der LKW-Verkehr aus den Benelux-Ländern erschwert, was sich jedoch im darauffolgenden Jahr durch die EG verändert, so dass die Linie wieder aufgegeben wird.

  • Die beiden jüngsten Fähren werden verlängert und in ihrer Kapazität vergrößert, so daß eine Fahrplanstraffung und die Senkung der Betriebskosten ohne Platzverlust möglich ist.

  • Der um 30 % gestraffte Fahrplan veranlaßt zum Verkauf von "Ostfriesland II".

  • Die AG Ems experimentiert mit Luftkissenbooten, jedoch führen technische Probleme und Lärmbelästigung nicht zum Erfolg.

  • Das Bahnhofsgebäude am Emder Außenhafen wird von der Reederei übernommen.

  • Im Sommer 1985 nimmt die AG Ems in Eemshaven einen neuen "Borkumlijn-Terminal" in Betrieb und eröffnet damit eine Autofährline von und nach Borkum. Eine erneute Verkehrszunahme zwingt zu einem weiteren Neubau, der "Ostfriesland III". Diese ist weitestgehend baugleich mit den anderen Fähren, jedoch verfügt sie über neueste technische Entwicklungen.

  • Diese Verbindung wird durch eine vierte Autofähre, die "Münsterland II", bedient.

  • Der High-Tech-Katamaran "Nordlicht" wird in Dienst gestellt und erlangt dank seiner 5.000 PS eine Geschwindigkeit von 38 Knoten, womit sich das Zurücklegen der Strecke nach Borkum auf 1 Stunde reduziert.

  • Eine erneute Straffung der Fahrpläne führt zum Verkauf der "Rheinland III". Seither wird der Borkumverkehr u.a. mit drei Autofähren bedient.

  • Die "Wappen von Borkum" wird zur Verstärkung für den Ausflugsverkehr in Fahrt gebracht.

  • Eine weitere Sparte wird vom Niedersächsischen Hafenamt übernommen: mit den flachen Booten "Ratsdelft" und "Schreyershoek" werden Hafenrundfahrten und Kanalfahrten veranstaltet.
    Mit dem Land Niedersachsen wird eine Vereinbarung zum Ausbau der Kaianlagen zu einem internationalen Fährterminal geschlossen.

  • Im Zuge der Baumaßnahmen kann als erster Schritt eine neue internationale RoRo-Schwergut-Verladerampe in Betrieb genommen werden.

  • Als gemeinsames Projekt wird unter Flagge der AG Reederei Norden Frisia, der Wyker Dampfschiffs Reederei sowie der Förde Reederei Seetouristik der High-Tech-Katamaran "Cat No. 1" für den Helgoland-Verkehr in Dienst gestellt. Die AG Ems hält 25 % der Anteile. Die nationale Rampe wird für den Fährverkehr freigegeben.

  • Ein neues Logistik-Center wird eröffnet, welches erstmals den Güterumschlag in einer Halle ermöglicht (bisher fand dieses ganzjährig unter freiem Himmel statt).

  • Eine neue Errungenschaft, der High-Tech-Katamaran "Polarstern", wird in Dienst gestellt. Durch die Ausstattung mit einem "Motion-Demp-System" bietet der Katamaran auch bei unruhiger See ein komfortables Seeverhalten, was insbesondere bei Fahrten nach Helgoland die Attraktivität der Fahrten steigert. Um die Fahrt noch kürzer zu gestalten, wird die Bundesliegenschaft "Landemole Knock" am Rysumer Nacken vom Wasser- und Schiffahrtsamt übernommen. Ein Katamaran kann die Fahrt nach Borkum nun in 50 Minuten zurücklegen. Der neue Passagierterminal am Emder-Außenhafen wird eröffnet. Das Drehkreuz im Borkumverkehr bietet neben einem Service-Center, welches die telefonische Buchbarkeit erlaubt, eine bequemere Gepäck-Aufgabe bis hin zur Möglichkeit eines modernen "Check in". Das trendige Restaurant "Fährhaus" wird durch die hauseigene Restaurationsabteilung betrieben.

  • Die Baustelle Emden-Borkumkai nimmt im Außengelände letzte Formen an.

  • Der letzte Bauabschnitt der Reederei ist die Neugestaltung der Borkum-Garagen zu einer modernen Parkplatzanlage.

  • Die AG Ems übernimmt ein Gelände hinter dem alten Zollhaus und richtet zusätzliche Tagesparkplätze ein. Mit der "Schnellfähre – Brake –Sandstedt GmbH" steigt die Reederei erstmals in das Geschäft der Weser-Schifffahrt ein. Die Verkehrsbetriebe Wesermarsch hatten aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen des Wesertunnels die Schifffahrtslinie aufgegeben.

  • Im niederländischen Eemshaven wird MS „Groningerland“ getauft. Die von der Wyker Dampfschiffsreederei übernommene kleinere Fähre befördert bis zu 623 Passagiere sowie 135 m Ladung und soll die Flotte kostengünstig ergänzen. Das Motorboot „Schreyershoek“ wird für die Grachtenfahrten durch ein neues mit dem Namen „Schreyershoek II“ ersetzt. Im Ausflugsverkehr nimmt MS „Wappen von Borkum“ als Ergänzung zur DollardRoute (Fahrradtourismus) ein Verbindung von Delfzijl zur Knock und Weiterfahrt nach Borkum auf. Mit MS „Helgoland“ (ehemals "Westfalen") geht in Wilhelmshaven die HelgolandLinie der AG Ems Gruppe an den Start. Ab dem 10. Juni werden täglich Fahrten zur Hochseeinsel angeboten. Die Strecke vom Emder Hauptbahnhof zum Emder Außenhafen wird elektrifiziert und sichert damit dem Hafenbahnhof weiterhin eine Anbindung an das Schienennetz der DB. Im niederländischen Eemshaven beginnen die Bauarbeiten für den neuen "Beatrixhaven", in dem die AG Ems Nederland B.V. einen neuen Terminal bauen will. Ein verheerendes Jahrhunderthochwasser trifft die Reederei völlig überraschend und flutet den gesamten Außenhafen. Alle Gebäude stehen knietief unter Wasser, was erhebliche Schäden zur Folge hat.

  • Am 22. März wird in Eemshaven der erste Rammschlag für das neue Terminalgelände durch den Commissaris van de Konigin für die Provinz Groningen, Herrn J.G.M. Alders getätigt. Im April erweitert die AG Ems ihre Touristik-Sparte um das Angebot „Paddel & Pedal“, welches als Franchisesystem des Landkreises Leer betrieben wird. Nach einem Jahr Erfahrung in Wilhelmshaven und vielen Verhandlungen, einigen sich AG Ems und Reederei AG Norden Frisia darauf, die Wilhelmshaven Helgoland Linie GmbH gemeinsam zu betreiben und gehen am 15. Mai mit MS "Helgoland" wieder in Fahrt. Am 26. Juli wird auf Borkum der Wendezugbetrieb der Borkumer Kleinbahn offiziell durch den FDP-Fraktionsvorsitzenden Philipp Rösler eröffnet. Im Herbst beginnen die Bauarbeiten zur Erneuerung von Gleis II. Mit der Beschaffung eines Spezialschiffes für Offshore-Einsätze wagt die AG Ems den Schritt in einen neuen Unternehmenszweig. Der ehemalige Seenotrettungskreuzer erhält den Namen „Emswind“ und steht nun für Versetzdienste von Personen oder Beförderung kleiner Lasten zu den Windmühlen auf hoher See zur Verfügung. Am 9. November gibt es erneut eine schwere Sturmflut. Obwohl das Gelände wieder völlig geflutet wird, greifen die Vorsorgemaßnahmen und es werden lediglich geringe Schäden verzeichnet.

  • Durch den niedersächsischen Wirtschaftsminister Walter Hirche wird am 12. Januar bei der Borkumer Kleinbahn eine 700 m lange Porenbeton-Erprobungsstrecke in Betrieb genommen. Am 18. April weiht Ihre Majestät Königin Beatrix der Niederlande den „Beatrixhaven“ in Eemshaven ein und eröffnet den neuen AG Ems-Terminal mit einem Besuch. Endlich geht die Baumaßnahme Emder Außenhafen ihrem Ende zu: Am 8. Juli wird ein neues Deichchart in Betrieb genommen, welches eine Verbesserung der Verkehrsanbindung der Borkum-Garagen zum Borkumkai darstellt. Auf dem Rückweg von Helgoland kommt Katamaran „Polarstern“ in schweres Wetter. Eines von sechs Panoramafenstern geht in Folge einer losgerissenen Reling zu Bruch und Passagiere werden verletzt. Der Schiffsunfall landet in der bundesweiten Berichterstattung, angeführt von der 20.00 Uhr Tagesschau. Der zunehmende Druck durch die hohen Energiekosten führt zum Verkauf des Katamaran „Polarstern“.  Im November übernimmt die AG Ems die legendäre „Eiswette“ der DGzRS. Das Schiff wird nach einigen Umbauten als „Emsstrom“ für Offshore-Einsätze zur Verfügung stehen. 

  • Die AG Ems Nederland B.V. realisiert auf ihrem Gelände eine neue Parkhalle. Der Katamaran „Nordlicht“ feiert Jubiläum: Das Schnellschiff wurde vor 20 Jahren als erster deutscher Katamaran in Dienst gestellt und erfreut sich seither zunehmender Beliebtheit. Der neue Unternehmenszweig „Offshore-Service“ wird zunehmend ausgebaut. Mit dem Erwerb von MS „Osprey“, steigt die AG Ems zu 50% in die irische Gesellschaft "Osprey Limited" ein.

  • Pünktlich zur Saison 2010 wird der Salon „Waterdelle“ an Bord von MS „Ostfriesland“ nach Renovierung und Umgestaltung wieder in Betrieb genommen. Er hat nun modernen Lounge-Charakter und glänzt durch eine helle, freundliche Farbgestaltung. Die Gäste nehmen den Salon gut an. Die Neu-Zertifizierung der Aktien-Gesellschaft “EMS” nach der aktuellen ISO Norm 9001:2008 des Germanischen Lloyd, konnte im November 2010 erfolgreich abgeschlossen werden. Bisher wurde der Bereich Offshore-Service rund ein Jahrzehnt als Abteilung innerhalb der AG „EMS“ geführt. Diese Dienste wurden in der Unternehmensgruppe durch die neu gegründete Firma EMS Maritime Offshore übernommen. Die Reederei CassenEils in Cuxhaven geht in die Unternehmensgruppe Aktien-Gesellschaft „EMS“ ein. Bereits in den Vorjahren war die AG „EMS“ durch die Helgolandlinie auf der Strecke Wilhelmshaven-Helgoland tätig gewesen.

  • Baubeginn im Borkumer Hafen. Der Trend zu längeren Fahrzeugen und zu weniger Bodenfreiheit macht es notwendig:  die RoRo-Rampe wird höhergelegt, um bei ungünstiger Tide auf den Einsatz von Überfahrblechen beim Verlassen der Fähre verzichten zu können. 

  • Die AG “EMS” ist Partner im MariTIM-Teilprojekt „LNG Passenger Vessel“. Hier bringt sie ihre langjährigen Erfahrungen beim Betrieb von Fahrgastschiffen ein und reflektiert die Ergebnisse für die Inselschifffahrt. Das Projekt-Ziel: Einführung von umweltfreundlichen LNG (Liquefied Natural Gas)-Antrieben in die Fahrgastschifffahrt des deutsch-niederländischen Grenzraums.

  • Die AG „EMS“ setzt als erste deutsche Reederei auf umweltfreundliche LNG-Technik und beauftragt den ersten europaweiten Umbau einer Fähre. Für MS „Ostfriesland“ wird bei der Brenn- und Verformtechnik Bremen GmbH ein neues Achterschiff samt umweltfreundlichem LNG-Antrieb gebaut, es wird nach Fertigstellung mit dem jetzigen Vorderschiff verbunden werden. Die Fertigstellung ist für Herbst 2014 geplant. Vertragsabschluss: Die AG „EMS“ investiert in einen Neubau für den Fährverkehr nach Helgoland. Das neue Schiff wird über einen umweltfreundlichen LNG-Antrieb verfügen und modernsten Ansprüchen genügen.  Es wird ab Frühjahr 2015 auf der Route Cuxhaven - Helgoland verkehren. Das Sturmtief „Xaver“ in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember hat auch Auswirkungen auf den Fährverkehr nach Borkum. Die Kaianlagen stehen zweimal unter Wasser, Abfahrten müssen verlegt werden. Insgesamt ist die AG „EMS“ durch die Erfahrungen aus den Vorjahren aber gut gewappnet. Die ISO-Zertifizierung der AG „EMS“ nach der aktuellen ISO Norm 9001:2008 wurde am 1.5.2013 durch den Germanischen Lloyd überprüft und bis zum Jahr 2015 verlängert.

  • Der Katamaran MS „Nordlicht“ feiert Jubiläum: Seit nunmehr 25 Jahren ist der erste deutsche Katamaran fester Bestandteil der Borkum-Flotte.

  • Im Sommer 2015 wird MS "Ostfriesland" als erste Fähre unter deutscher Flagge auf einen umweltfreundlichen Flüssiggasantrieb umgerüstet und im Zuge dessen mit einem neuen Heck ausgestattet. Das Schiff geht am 17. Juni auf Jungfernfahrt von Emden nach Borkum und fährt wieder regulär im Linienverkehr. Die für den Helgolandverkehr umbenannte Fähre MS "Westfalen" kehrt in den Liniendienst nach Borkum zurück. In Eemshaven feiert der niederländische Betrieb der AG "EMS", die Borkumlijn, ihr 40-jähriges Jubiläum. Im Herbst wird hier eine neue Schwimmsteganlage für den Offshore-Bereich in Betrieb genommen.

  • MS „Münsterland“ der Reederei Aktien-Gesellschaft „EMS“ aus Emden wird bei der niederländischen Schiffswerft Koninklijke Niestern Sander BV in Delfzijl, welche zur Wagenborg-Gruppe gehört, auf LNG-Technik umgebaut und setzt damit ein Zeichen für Nachhaltigkeit.