EU unterstützt das erste„grüne“ Umbauprojekt MS „Ostfriesland“

Die Aktien-Gesellschaft „EMS“ darf sich mit ihren Projektpartnern Energy Valley, Groningen Seaports und NiedersachsenPorts über eine Förderung seitens der EU freuen. 3,07 Millionen Euro werden seitens der EU bereitgestellt, um das Pilotprojekt im Rahmen des Umbaus der Borkumfähre MS „Ostfriesland“ zu realisieren und die verbundene Implementierung einer LNG-Infrastruktur auf den Weg zu bringen. Es handelt sich dabei um die erste Umrüstung eines Seeschiffes auf LNG in der EU überhaupt.

Die EU-Mittel werden aus dem TEN-T-Programm zum Bau und Ausbau von Verkehrsinfrastruktur im Rahmen der MoS II (Motorways of the Seas) bereitgestellt. Sie beinhalten eine Ko-Finanzierung für die Einführung eines LNG-Antriebssystems auf einer MoS-Teststrecke in der Modellregion Biosphärenreservat Wattenmeer als Pilotprojekt.

Besonderes Augenmerk erhalten insbesondere die Pilotierung des Projektes und dessen Umsetzung, die Pilotstudie zur Umrüstung auf LNG, die Einführung eines LNG-Antriebssystems und dessen Testlauf, Studien zur Versorgung und zum Umgang mit LNG in Häfen sowie die Beispielgebende Vorgehensweise und entsprechende Öffentlichkeitsarbeit.

„Es freut mich ganz besonders, dass die AG „EMS“ in diesem wichtigen Segment eine Vorreiterrolle übernimmt“, erklärt Matthias Groote, MdEP aus Ostfriesland. „Das Thema LNG wurde auf Bundesebene im Koalitionsvertrag festgeschrieben und spielt auf EU-Ebene eine ebenso wichtige Rolle.“ Hintergrund sind - neben den positiven Umweltaspekten - Bestrebungen durch Einführung alternativer Energien die Abhängigkeit Europas vom Öl im Transportsektor zu reduzieren. In Europa sind 94% des Transportsektors vom Öl abhängig und davon müssen 84% importiert werden. „Mit der Initiative LNG sind wir damit genau auf dem richtigen Weg und die AG „EMS“ hilft mit, dass andere in Europa von ihren Erfahrungen profitieren können“, erklärt Groote.

Auch Niedersachsen Ports unterstützt das Projekt, denn neben der Schaffung von Infrastrukturmaßnahmen sind auch noch viele Hürden im Bereich von Recht und Vorschriften zu nehmen. NPorts Geschäftsführer Holger Banik erklärt dazu: „Die Niedersächsischen Häfen können von den Erfahrungen, die in Emden mit der Einführung des LNG als Antriebsstoff gewonnen werden, profitieren und dieses auf eigene Projekte adaptieren. Das ist ein wichtiger Beitrag um unsere Häfen auf neu Anforderungen vorzubereiten.“

Auch in den Niederlanden beschäftigt sich die Politik und Hafenverwaltung mit dem Thema LNG; ein Grund warum auch Groningen Seaports von der niederländischen Seite das Projekt unterstützt. Bereits in 2015 soll hier ein Mid-Scale-Hub für LNG im benachbarten Eemshaven entstehen. „Wir wollen in Eemshaven schnellstmöglich eine Infrastruktur für die Versorgung mit LNG schaffen, da wir davon ausgehen, dass die Nachfrage kurz- bis mittelfristig stark ansteigen wird“, erläutert Groningen Seaport Direktor Harm Post.

Die AG „EMS“ hat derweil den ersten deutschen Liefervertrag über LNG mit Bomin Linde LNG geschlossen. Dieser sichert die Lieferung von Flüssiggas für MS „Ostfriesland“ an den Hafenstandort Emden zunächst aus den Niederlanden.

Patrick Cnubben, Geschäftsführer von der Stiftung Energy Valley aus den Niederlanden zeigt sich beeindruckt über das AG „EMS“-Projekt: „In den Niederlanden engagieren wir uns bereits seit einiger Zeit für das Thema LNG. Neben vielen Gesichtspunkten bringt es jedoch einen ganz wesentlichen Vorteil mit sich: Es ist umweltfreundlich! Und um dieses besonders hervorzuheben haben wir die Wattenmeer-Initiative auf den Weg gebracht, welche die Niederlande, Deutschland und Dänemark im Rahmen eines Wattenmeervertrages gemeinsam unterstützen.“

Auch das Interesse der AG „EMS“ gilt dem Wattenmeer, denn täglich verkehren die Fähren ab Emden und Eemshaven nach Borkum und fahren mitten durch das Biosphärenreservat. Bei Touristen und Naturliebhabern gleichermaßen beliebt, gilt es doch dieses als Weltnaturerbe ausgezeichnete Fleckchen Erde zu schützen. „Wir freuen uns, dass wir mit unserem Projekt dazu einen Beitrag leisten“, erklärt AG „EMS“-Vorstand Dr. Bernhard Brons. „Auch wenn noch viele Herausforderungen vor uns liegen, glauben wir, mit unserem Projekt auf dem richtigen Weg zu sein. Ganz besonders freuen wir uns natürlich über die Förderung von Seiten der EU, da dieses nicht nur willkommenen Geldmittel mit sich bringt, sondern auch, weil wir damit gezeigt bekommen, wie richtig wir mit unserem Projekt im Sinne von Ökonomie und Ökologie liegen und das auch gezeigt bekommen“, sagt Brons.

Die Bauarbeiten an MS „Ostfriesland“ bei der Brenn- und Verformtechnik Bremen sind am Standort Bremerhaven in vollem Gang und werden noch bis zu Beginn des nächsten Jahres anhalten.

Aktien-Gesellschaft „EMS“

Emden, den 7.11.2014

 
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